Suche:






Resultate

Welche Bedingungen fördern oder hemmen die Mehrsprachigkeit?

Hintergrund Zur individuellen Mehrsprachigkeit der Schweizer Bevölkerung ist wenig bekannt. Wie gut, wie häufig und bei welcher Gelegenheit sprechen Schweizer welche Sprachen? Mit welchem Erfolg vermittelt die Schule Fremdsprachenkenntnisse? Unklar ist auch, wie weit die Bevölkerung in der Weiterbildung Fremdsprachen berücksichtigt. Aus Sicht der nationalen Verständigung wäre der Erwerb anderer Landessprachen zu wünschen, aus der Sicht der internationalen Kommunikationsfähigkeit jener von internationalen Sprachen.

Ziel In einer repräsentativen Befragung wird das Projekt die Sprachkompetenzen und die individuelle Mehrsprachigkeit der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz untersuchen, im Hinblick auf die Kenntnisse der anderen Landessprachen, des Englischen und der Sprachen der Migration. Eine Reihe von Fragen behandeln die Art und Effizienz des Erlernens dieser Sprachen, die Sprachlernmotivation, die Gründe, die vom Sprachenlernen abhalten können und den Aufwand, den man für das Sprachenlernen zu treiben bereit ist. Weiter soll die Selbsteinschätzung bei Teilnehmenden an Sprachkursen der Migros-Klubschulen überprüft werden, die Einstufungstests absolvieren.

Bedeutung Das Projekt kann in der gesellschaftlichen Diskussion um die Notwendigkeit von Kenntnissen in den vier Landessprachen und in Englisch zeigen, welche Kompetenzen überhaupt vorhanden sind und welche von der Bevölkerung als notwendig erachtet werden. Für Anbieter von Sprachkursen werden sich Hinweise auf die Nachfrage an Fremdsprachenunterricht ergeben.

Resultate Wie viele Fremdsprachen Erwachsene in der Schweiz sprechen, untersuchten Iwar Werlen und seine Mitarbeiter vom Institut für Sprachwissenschaft der Universität Bern. Die Auswertung einer repräsentativen Befragung bestätigt: Nicht das Semester im Ausland oder der Abendkurs sind für die Fremdsprachenkompetenz entscheidend, sondern die Schule. Je höher der Bildungsgrad einer Person, umso mehr Fremdsprachen beherrscht sie. Im Durchschnitt sprechen Erwachsene in der Schweiz zwei Fremdsprachen, meist eine zweite Landessprache und Englisch. Damit liegt die Schweiz über dem EU-Durchschnitt. Ihre Fremdsprachkompetenz schätzt die Schweizer Bevölkerung zu zwei Dritteln als gut oder sehr gut ein. Das Englische gilt zwar überall als die am meisten angesehene Sprache, doch Französisch findet als Fremdsprache die vielseitigste Verwendung. Allerdings nicht aus beruflichem Eifer, sondern an erster Stelle für die eigene Zufriedenheit sowie für Ferien innerhalb der Schweiz. Und Englisch wird vor allem in den Ferien im Ausland verwendet.

Projektbezogene Webseite Bitte hier klicken >>>>>

Prof. Dr. Iwar Werlen
Institut für Sprachwissenschaft
Universität Bern
+41 31 631 80 04
iwar.werlen@isw.unibe.ch

Dokumente:

  Schlussbericht (355KB) 12.08.2008    öffnen >
  Medienmitteilung 03.03.2008 (76KB) 04.11.2008    öffnen >
  Poster (156KB) 30.06.2009    öffnen >
  Wissenschaftliche Publikationen im Rahmen des NFP 56 (164KB) 03.11.2010    öffnen >

Zurück